Biografien – Jedes Leben ist es wert, erzählt zu werden


Ihr Leben – von mir aufgeschrieben oder lektoriert

Jedes Leben ist interessant und einzigartig. Und jede Vita hat es verdient, beschrieben und nicht vergessen zu werden. Mein erster Zugang zum Thema Biografie war im Jahr 2014 eine Lektorats-Arbeit. Ich bekam ein vollständiges Word-Manuskript von ca. 280 Seiten DIN A 4, beschrieben in Punktgröße 10, das ich stilistisch, orthografisch und grammatikalisch überarbeitet habe. Dabei sollte der Erzählstil der Person, deren Leben rekapituliert wurde, so weit wie möglich erhalten bleiben. Nach etwas 45 Stunden Arbeit an dem Dokument war diese Mission erfüllt und alle mit dem Ergebnis überaus zufrieden.

 


Meine erste eigenständige Biografie

Im Mai 2016 begann ich mit der ersten Biografie, die ich vollständig alleine erarbeiten konnte. Mein Auftraggeber war ein älterer Herr, der sich in seinem Leben auf vielfältige Weise engagiert hat: als langjähriger Gemeinderat einer Großen Kreisstadt am Oberrhein, als Landtagsabgeordneter über 4 Mandatsperioden, als Lehrer und Schulamts-Leiter, als liebender Ehemann, Vater und Großvater und darüber hinaus als überzeugter Sozialdemokrat in vielen großen und kleinen Projekten sein ganzes Leben lang. Hochbetagt war es nun sein Wunsch, sein Leben zu erzählen, aufschreiben und das Werk – wenn möglich – in Buchform erscheinen zu lassen.

Mein Auftraggeber ist am 13. November 2016 im gesegneten Alter von 87 Jahren von uns gegangen. Aber wir haben es geschafft: Bis kurz vor seinem Tod war er hellwach und hat noch alle Kapitel gelesen, korrigiert und dann freigegeben. Die Biografie liegt in Manuskriptform vor, da es in der Zuständigkeit der Familie liegt, sie drucken zu lassen.


So geht man vor

Wer Tagebuch geführt hat, kann auf viele Erinnerungen sofort zurückgreifen, aber das ist nicht jedermanns Sache. Und das lässt sich auch nicht nachholen, wenn man nicht in jungen Jahren damit angefangen und dies nicht stringent durchgezogen hat.

Die beste Vorgehensweise sieht so aus: Interview mit Tonaufzeichnung. Anhand der Aufnahme wird ein erstes Manuskript erarbeitet, dem Auftraggeber zeitnah vorgelegt (kapitelweise oder pro Interview) und bei Bedarf korrigiert oder mit weiteren Erinnerungen ergänzt, die sich im Laufe der Zeit ergeben können. 

Idealerweise geht man chronologisch vor: von der Geburt bis ins hohe Alter (es sei denn, man heißt Justin Bieber, dann beginn man bei der Geburt und hat bis zur Teenager-Zeit bereits einige hundert Seiten voll …).

 

Bei der im vorherigen Abschnitt geschilderten Biografie ergab sich neben der zeitlichen auch eine thematische Ebene, sodass es eine Chronologie gibt und zusätzlich thematisch konzipierte Kapitel, die die Chronologie flankieren und die vielen Facetten der Persönlichkeit sinnvoll ergänzen.

 

Pflichtübung bei jeder Biografie ist ein Vorwort, das den Charakter der beschriebenen Person erfasst und neugierig darauf macht, mehr aus diesem Leben zu erfahren.

 

Eingefügt in den Text werden Scans von Fotos, Urkunde, Zeitungsartikeln, Korrespondenz aller Art, Skizzen u.v.m., was dem Auftraggeber und/oder mir wichtig und erwähnenswert erscheint.


Zeitaufwand und Kosten

Eine Biografie ist ein großes Projekt, das sich über viele Monate hinziehen kann. Und bekanntlich ist Time auch Money, und die Kosten für das Erstellen einer Biografie kalkulieren sich aus dem Zeitbedarf:

  • Sitzungen/Interviews (ggf. Fahrtzeit)
  • Schreiben von Manuskripten (gegliedert nach Interviews oder Kapiteln)
  • Korrekturen vorhandener Texte und nachträgliches Einfügen von Inhalten 
  • Sichtung von Dokumenten, Fotos etc.
  • Einscannen und Einarbeiten von Dokumenten, Fotos etc.
  • Endfassung: Vorwort, ggf. Nachwort, Inhaltsverzeichnis, abschließende Korrektur als Gesamtwerk

Das Zeitvolumen für Tonaufzeichnungen ergibt sich aus der Länge der Aufzeichnung, meine Arbeit zuhause am heimischen Rechner erfasse ich mit dem Programm Caato Time Tracker, das ich bei jeder Arbeit mitlaufen lasse.

Interviews mit Tonaufzeichnung umfassen viele regelmäßige Sitzungen, die berechnet werden. Ab einer bestimmten Fahrtstrecke/Fahrtzeit von meinem Wohnort aus entstehen zusätzliche Kosten.

 

Für jede Aufzeichnung benötige ich das drei- bis vierfache der aufgenommenen Zeit, um daraus ein Manuskript zu erstellen. Hierbei sind folgende Punkte entscheidend:

  • Wie verständlich spricht die Person (akustisch/sprachlich/thematisch/strukturell)?
  • Muss parallel viel recherchiert/plausibilisiert werden? Z. B. Schreibweisen von Namen und Orten sowie  zeitliche und strukturelle Abläufe, die für die Biografie eine Rolle spielen, Personen, die vorkommen, historische Zusammenhänge, die richtig dargestellt werden müssen u. v. m.
  • Muss immer wieder etwas in bereits bearbeitete Lebensabschnitte/Kapitel nachträglich eingegliedert werden?
  • Müssen viele Papier-Dokumente (Fotos, Briefe, Urkunden, Zeitungsberichte etc.) gesichtet werden?

Das Einscannen von Fotos und Dokumenten sowie deren Einordnung/Anpassung/ggf. Betitelung erfordert ebenfalls Zeit, die  berechnet wird.

 

Wünscht der Auftraggeber Korrekturen an vorgelegten Manuskripten, wird dieser Zeitaufwand ebenfalls erfasst und in Rechnung gestellt. Die Abrechnung erfolgt monatlich gemäß Honorarvereinbarung (zuzügl. 19 % MwSt.). Da ich zeitnah zu den Sitzungen Manuskripte vorlege (ausgedruckt oder per E-Mail als Word-File), bekommen Sie als Kunde regelmäßig eine Leistung, anhand derer Sie den Fortschritt nachvollziehen können. Sie bekommen somit sofort etwas für Ihr Geld.

 

Das Ergebnis meiner Arbeit ist ein fertiges Manuskript (Word-Datei), das die vollständige Biografie umfasst. Die weitere Verwendung/Verarbeitung, z. B. der Druck von Buchexemplaren, ist nicht Bestandteil dieser Arbeit, kann jedoch ebenfalls mir anvertraut werden.


Überführen in ein druckfähiges InDesign-Dokument

Es besteht die Möglichkeit, die Manuskripte in ein druckfähiges InDesign-Dokument zu übertragen, was jedoch ein zusätzlicher Auftrag wäre, der ebenfalls nach Zeitaufwand abgerechnet würde.

 

Bei der Biografie "Mein Soldat Rudi" im Sommer 2017 bin ich wiefolgt vorgegangen: Es war die Lebensgeschichte eines Berliners Jahrgang 1915 bis in die 1950er Jahre, die bereits als Erstdruck von vor ca. 30 Jahren vorlag. Ich erfasste die Texte per Word-Datei und kopierte sie absatzweise in ein InDesign-Dokument. 

Sie fragen, warum ich nicht gleich in InDesign gearbeitet habe? Weil ich sehr schnell schreibe, immer wieder für Korrekturen hin und her "mouse" und InDesign dafür viel zu langsam ist, dauernd anhält, rechnet ... furchtbar. Auch ist Word ein Textverarbeitungsprogramm, das Tippfehler u.ä. anzeigt und sogar potentielle grammatikalische und stilistische Schwachstellen anzeigt, wodurch man darauf aufmerksam wird. InDesign leistet dies nicht. Der Kopiervorgang (copy-paste) ist außerdem sehr schnell durchführbar. Mehr Arbeit hingegen ist das Layout, also die gefällige Anordnung von Texten, Fotos etc.

 

Gerne sende ich Ihnen Mustertexte zu. Einen ersten Eindruck erhalten Sie über www.mein-soldat-rudi.jimdo.com